+ READ partners in Passau - Update zu unserem letzten Treffen

Diözesanarchiv Passau übernahm die Aufgabe, das jüngste READ-Projekttreffen vom 20. bis 22. September 2016 auszurichten. Über 30 Personen der 14 READ-Projektpartner trafen sich in der schönen Stadt Passau in Süddeutschland, um den aktuellen und zukünftigen Fortschritt unserer Forschung zur Handwritten Text Recognition (HTR) von historischen Dokumenten zu diskutieren.

Der erste Teil unserer Tagung fand in Form eines öffentlichen Symposiums vor einem Publikum aus deutschen Archivaren und Forschern statt. Um zu sehen, was los war, schauen Sie sich dieses kurze Video vom Diözesanarchiv Passau an, in dem Mitarbeiter des Archivs über die Konferenz und ihre Teilnahme an READ sprechen. Das Video ist auf Deutsch, aber Nicht-Sprachige können nach unten scrollen, um mehr über das Symposium und das READ-Projekttreffen zu erfahren.

Als Hauptredner war Gerhard Fürmetz, Direktor des Bayerisches Staatsarchiv zeigte in seinem Vortrag, wie die Digitalisierung die Arbeitsweise der Archive verändert hat.

Gerhard Fürmetz, Digitalisierung und die Archive - Herausforderungen, Arbeitsfelder und Perspektiven

Gerhard Fürmetz,
Gerhard Fürmetz [Bild von Elena Mühlbauer]
Anschließend hörten wir von Dr. Herbert Wurster, dem Leiter des Passauer Diözesanarchivs. Sein Archiv verfügt über eine große digitalisierte Sammlung handschriftlicher Sakramentenregister und arbeitet mit READ zusammen, um die Suche in diesen Aufzeichnungen nach Informationen zu Personennamen und Geburten, Eheschließungen und Sterbefällen zu erleichtern.

Dr. Herbert Wurster, Kirchenbücher als Quelle der Forschung und Herausforderung für die automatisierte Verarbeitung

Dr. Herbert Wurster
Dr. Herbert Wurster [Bild von Elena Mühlbauer]
Als nächstes stellte der Koordinator des READ-Projekts Dr. Günter Mühlberger von der Gruppe Digitalisierung und digitale Bewahrung (DEA) an der Universität Innsbruck referierte über READ und die Transkribus Transkriptionsplattform. Sein Vortrag beschrieb, wie Archive auf Transkribus zugreifen können und skizzierte die Art und Weise, wie die Handschrift-Erkennungs-Engines automatische Transkriptionen von handschriftlichem Material erzeugen.

Dr. Günter Mühlberger, Transkribus. Eine Forschungsumgebung zur Erkennung und Anreicherung historischer Dokumente

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Dr. Günter Mühlberger [Bild von Elena Mühlbauer]
Endlich, Dr. Florian Kleber vom Computer Vision Lab an der Technischen Universität Wien demonstrierte, wie das READ-Projekt mit großen und vielfältigen Datensätzen von transkribiertem historischem Material arbeitet. Dr. Kleber erklärte auch, dass Forschungswettbewerbe eine wichtige Rolle spielen, damit Informatiker die Effektivität ihrer Werkzeuge evaluieren und verbessern können.

Dr. Florian Kleber, Datensätze und Wettbewerbe als Mittel zur Steigerung exzellenter Forschung

Dr. Florian Kleber
Dr. Florian Kleber [Bild von Elena Mühlbauer]
Nachdem wir uns von allen Teilnehmern des Symposiums verabschiedet hatten, konnte das READ-Projekttreffen beginnen. Während der ersten Sitzungen hatte jeder Projektpartner die Möglichkeit, Neuigkeiten über seine wichtigsten Erfolge, mögliche Rückschläge und die nächsten Schritte zu berichten. Wir trafen uns zum Abendessen, um den ersten Tag ausklingen zu lassen und wurden mit einer kurzen Ansprache von Klaus Metzl, Generalvikar, Very Reverend, in Passau begrüßt.

Wer möchte die Laptops im Raum zählen?
Bei einem READ-Meeting sind immer eine Menge Laptops im Raum! [Bild von Elena Mühlbauer]
Am nächsten Tag bildeten wir Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen zu technischen Themen, Forschungswettbewerben und der Verbreitung der Projektergebnisse befassten. Die Gruppen berieten über die beste Methode zur Erzeugung von Trainingsdaten für HTR-Maschinen und über Möglichkeiten zur Verbesserung der Genauigkeit von Stichwortsuchen bei handschriftlichem Material. Auch die Entwicklung neuer Tools wurde diskutiert, darunter ein Tabelle Erkennungswerkzeug die den Transkribus-Benutzern die Transkription von Text in Tabellen erleichtern wird.

Am Abend wurden wir mit einem Rundgang durch Passau und einem Blick hinter die Kulissen des neuen Gebäudes des Diözesanarchivs verwöhnt. Es wurde auf Stelzen gebaut, um die wertvollen Dokumente vor Überschwemmungen durch die drei Flüsse der Stadt zu schützen, und der Boden wurde in einem liturgischen Violett gestrichen!

Diözesanarchiv Passau [Bild von Laurent Bolli]

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Sonnenuntergang in Passau [Bild von Laurent Bolli]
Am letzten Tag schlossen wir die Arbeit mit einer SWOT-Analyse ab - was sind die Stärken und Schwächen des READ-Projekts? Was könnten seine Chancen und Risiken sein? Nach einer fruchtbaren Diskussion blieb gerade noch Zeit für ein Gruppenfoto, bevor sich unsere Wege trennten!

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Das READ-Projekt [Bild von Elena Mühlbauer]
Vielen Dank, Passau! Wenn Sie mehr über unser Treffen erfahren möchten, werfen Sie einen Blick zurück auf unsere Twitter-Feed. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der Diskussionen bei unserem nächsten Projekttreffen in Brüssel!

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