+ Bewahrung des kulturellen Erbes mit dem Smartphone

Das READ-Projekt ist ein großer Befürworter der Digitalisierung auf Abruf mittels Smartphones.

Eine typische Handykamera kann relativ hochwertige Bilder von historischen Dokumenten aufnehmen, die dann für die Konservierung, Forschung und sogar als Trainingsdaten für die automatische Texterkennung mit unserem Transkribus Plattform.

Das Computer Vision Labor an der Technischen Universität Wien (einer der READ-Projektpartner) haben die ScanTent Gerät und das DocScan mobile App um den Menschen die Digitalisierung von Dokumenten auf diese Weise zu erleichtern.

Die ScanZelte

Wir freuten uns über eine positive Anfrage zu diesen Tools, die ihr Potenzial zur Erfassung einzigartiger Datensätze, die sonst verloren gehen könnten, hervorhebt.

Stefan Krüger aus Deutschland meldete sich, nachdem er die Dissertation seines Großvaters mit dem Handy digitalisiert und mit Transkribus den Text per OCR erkannt hatte. Herbert Rechner hatte seine Dissertation 1927, kurz vor dem Aufstieg der Nazis, zu dem radikalen Thema "Die sexuellen Ursachen von Straftaten" abgeschlossen. Obwohl Stefan seinen Großvater nie kennenlernen konnte, ist er an der Erforschung seiner Geschichte interessiert und hofft, dass Transkribus eines Tages helfen kann, persönliche handschriftliche Unterlagen zu erkennen.

Stefan schrieb...

'Nach langer Suche habe ich die 90 Jahre alte Dissertation meines Großvaters in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig gefunden und (in Verbeugung vor der Leistung meines Vorfahren) die Arbeit digital reproduziert. Das Transkribus-Projekt hat mir dabei mit seiner hervorragenden Erkennungsrate sehr geholfen.

Das Booklet (ca. 100 Seiten) habe ich freihändig mit Glasplatte und Smartphone (CamScanner) fotografiert und in InDesign nach der Texterkennung neu gesetzt.

Bei dieser Arbeit wurde mir klar, dass wir eine wissenschaftliche Zäsur erleben: Alles, was nicht digital in der wissenschaftlichen Literatur vorhanden ist, geht in der Erkenntnisversenkung unter. Es wird im wissenschaftlichen Erkenntnis- und Forschungsprozess einfach nicht mehr berücksichtigt. Bei Themen, die mit Elektronik, Raumfahrt und anderen "moderneren" Entwicklungen zu tun haben, mag das leicht zu akzeptieren sein.

Bei allen historisch relevanten Dingen ist dies jedoch schmerzhaft.

Deshalb finde ich Ihren Low-Level-Aufwand mit High-Tech-Lösungen sehr interessant. Ich würde gerne Ihr Zelt und die App testen. Mein Gedanke ist, dass eigentlich (mindestens) jeder, der eine akademische Ausbildung genossen hat, sich an der digitalen Aufbereitung seiner Arbeit und anderer Literatur beteiligen sollte. Wenn man so ein Crowd-Ding draus machen könnte, dann könnte tatsächlich ein großer Bestand an Literatur bearbeitet werden. Ich beteilige mich also gerne an Ihren Entwicklungen in diesem Sinne.

Mit herzlichen Grüßen

Stefan Krüger'

Übersetzt aus dem Deutschen mit www.DeepL.com/Translator

Vielen Dank an Stefan für dieses Feedback, das zeigt, wie Transkribus Einzelpersonen dabei helfen kann, außergewöhnliche historische Dokumente zu digitalisieren und zu erkennen.

Eine Seite aus der Dissertation von Herbert Rechner, digitalisiert mit einem Smartphone. Bildnachweis: Stefan Krüger

Wenn Sie das Digitalisieren von Dokumenten mit einem Mobiltelefon ausprobieren möchten, steht die DocScan-App ab sofort kostenlos zum Download bereit (nur Android). Das ScanTent befindet sich noch in der Entwicklung und die Geräte sollten in den nächsten Monaten zum Verkauf angeboten werden.

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